Dienstag, 26. Januar 2010

Das große Likör Tasting - Teil 3 - Heute - Die Orangenliköre

Author: Arnd Henning Heissen

Nachdem wir die Schokoladenliköre im Purtest abgeschlossen haben, geht es nun weiter an die Orangenliköre. Hier habe ich in einen Pott gegriffen und eine wilde Mischung an Orangenliköre aus dem Hut gezaubert, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sein es preislich oder vom Geschmack her.

Ist aber der teuerste Likör auch immer der köstlichste? Was mag der grobe Durchschnitt der Gesellschaft am liebsten als pur Genuss?

Es gibt immer wieder Gäste, die gerne nach dem Essen einen Orangenlikör auf Eis zu sich nehmen um einen gelungenen Abend mit einem zweiten Dessert gebührend abzuschließen.

Die Teilnehmer diesmal sind: Giffard Agave Sec, Clement Orange Shrub, Angel D'or, Grand Marnier Cuvee Cent Anniversaire, De Kuyper Triple Sec & Grand Marnier Rouge.

Fangen wir an mit dem Agave Sec von Giffard:

Laut http://www.drinkmix.de/:

Giffard Agave Sec
alt
Eine feine Mischung aus Giffard Curacao Triple Sec und 100 % natürlichem mexikanischen Agavennektar.
Ideal für Cocktails mit Tequila wie die Margarita, die zur “Agave Sec Margarita” wird

Entworfen von Simon Difford (Diffordsguide), Bruno Giffard und Nick Gillet (Mangrove) ist Agave Sec der erste mit mexikanischem Agavensirup versüßte Triple Sec Likör.
Agave Sec behält den klassischen Geschmack von Triple Sec, kombiniert mit dem süßen, erdigen Geschmack der Agave. Mit einem 3 Mal niedrigeren Gl Index, ist Agavensirup eine gesunde Alternative zu Rohrzucker. Zudem benötigt man weitaus weniger, um das gleiche Maß an Süße zu erreichen. Er hat einen Alkoholgehalt von 40% Vol. und wird in Flaschen mit 500ml Füllmenge ausgeliefert.

Nase: volles Orangenaroma mit einem Hauch Mandarine und Clementine sowie einer honigsüßen, erdigen Note.

Gaumen: der sehr trockene Likör fühlt sich mit Spuren von gekochter aber auch frischer Orange auf dem Gaumen wunderbar seidig an. Der hohe Alkoholgrad fügt einen Hauch Pfeffer hinzu. Das warme Orangenfinish wird vom Geschmack von Honig und Gewürznelken dominiert.

Genussmöglichkeiten:
In Margaritas Agave Sec gewinnt seine Süße durch den Agavensirup, der gleichen Pflanze, aus der Tequila gewonnen wird, daher passt der Geschmack besser zu Margaritas als herkömmlicher Triple Sec.

Was sagt das Bartender Labor Tasting Team zum Aroma?
Orangenschale, leicht, mandarine, scharf, fruchtig, bitter, sprittig

Überzeugt der Agave Sec Geschmacklich?
Allgemein wird der Likör als sehr süß eingestuft, also eher mit Eis zu genießen. Auf der anderen Seite sehr bitter, daher wohl eher zum Mixen geignet, man sollte dabei allerdings nicht allzuviel zucker mehr zufügen. Der Agave Sec wird auch als sehr scharf vernommen, mancher hat sogar Tic Tac Orange dem Likör entnommen.

Fazit: Als Likör im Purgenuss wohl eher nicht zu empfehlen. Als Mixpartner könnte dieser Likör extrem spannend werden.

Gesammtnote:
2,2 aus 5


Als nächstes kommen wir zum:
Clement Liqueur Creole Shrubb Rhum Liqueur

Laut Drinkology:
Clement Creole Shrubb Rum LiqueurMartinique, 0,7 Liter, 40% Vol.










Eines der berühmtesten Produkte in der Clement Produktpalette ist der Creole Shrubb, dieser Likör ist eine harmonische Verblendung von alten und jungen Rums, Zuckerrohrsirup und Orangenschalen.
Die Herstellung erfolgt durch sehr langsame Mazeration in Eichenfässern.
Bestens geeignet um eine Vielzahl an Mixgetränken zu verfeinern.

Was meint das Bartender Labor Tasting Team zum Aroma?
brennt, sprittig, frisch , fruchtig, schwache orange, köstliche orange....
- wie man sieht gehen hier die Meinungen extrem auseinander, ein Likör, der extrem zu polarisieren weiß.

Wie schlägt sich der Orange Shrubb geschmacklich?
orangig, fruchtig, kräftig, sehr bitter, brennt, wenig aroma, orangenblüte, floral, rund mit orangen und vanillenoten.

Auch geschmacklich sprang der Orange Shrubb zwischen Himmel und Hölle...., Massentauglich ist dieses Produkt wahrlich nicht, zu sehr gehen die Meinungen auseinander!
Ein Nischenprodukt für spezielle Gäste ist es allemal!

Gesammtnote:
2,2 aus 5


Angel D'Or

Laut Hersteller:

Schon seit über 600 Jahren werden in Sóller Orangen angebaut! Die Frucht wurde von maurischen Seefahrern auf die Insel gebracht und verhalf dem Ort zu den üppigsten Orangenhainen der ganzen Insel. Der Wasserreichtum der Tramuntana und die mediterane Sonne sorgen dafür, dass bis heute mehr als 120.000 Orangenbäume in und um Sóller kultiviert werden. Noch immer findet man hier die saftigsten und aromatischsten Orangen.

Für mich der krasse Außenseite und oft beschimpft als widerliches Orangenbonbon. Mal schauen wie sich David gegen seine großen widersacher schlägt:

Was sagt das Bar Lab Aroma Team zum Angel D'or?
frische orangenzeste, orange & Zitrone, zitrusfrucht süßlich, flach, zitronenlimonade mit viel brausepulver, erneut Tic Tac.

Man sieht, auch der Angel D'or geht Aromatechnisch in zwei verschiedene Lager. Er findet durchaus seine Fans, das Brausepulver ist ein schlichtweg vernichtendes Urteil und könnte eigentlich bei diesem Bartender in seine Bar durch Zitronen oder Orangentwist zu kitten sein...

Wie schneidet der Angel D'or geschmacklich ab?
frisch & orangig, zu süß, im Nachhall zu sprittig, voll & Rund mit köstlichem Nachklang, leicht scharf & herb, leicht bitter, leichte Zitronenanklänge, sehr deutliche Orange.

Geschmacklich hat der Angel D'or die komplette Palette abgerufen. Von Bitter, fruchtig bis sauer und süß haben die Teilnehmer alles geschmeckt. Eigentlich kein schlechtes Zeichen für ein Produkt...

Gesammtnote:
3,2 aus 5



Grand Marnier Cuvée du Centenaire 0,7 L
Laut http://www.spirituosenworld.de

Cognac-Likör, 40% Vol.


Grand Marnier Cuvée du Centenaire wurde zum 100-jährigen Firmenbestehen der Destillerie Lapostolle im Jahre 1927 kreiert. Verwendet werden sehr alte Cognacs aus der Petite Champange und Grande Champagne. Den Grand Marnier genießt man am Besten pur oder auf Eis. Er eignet sich außerdem hervorragend als Zutat für Desserts wie z.B. eine Crème brûlée.

Herkunft: Frankreich
Hersteller: Societe des Produits Marnier - Lapostolle S.A
Farbe: Bernsteintöne
Geschmack: Harmonisch, Noten von trockenen Früchten, Muskat und Lebkuchen




Was sagt das Experten Team zum Aroma?


Grand Marnier Cuvée du Centenaire, Likör
holzig, bitter, kräftig, ausgewogen, mandarine, schwer, muffig, gealtert, herb, Fusel, wunderbar orangig, geile Scheiße, Fass Aromen, Cognac, Orangenschale

Originaltöne reichen hier von G.S. bis zu Fusel! Allgemein ist der Tenor allerdings extrem positiv. Es scheint als würde sich hier der aufwendig und vom Preis her im oberen Segment anzusiedelnde Grand Marnier durchsetzen...

Hält der Geschmack was das Aroma verspricht?
holzig, sprittig, langer Nachhall, Orangenschale, fruchtig, zimtig, Birne im Abgang, sehr scharf, würzig, komplex, nicht so süß wie alles Liköre zuvor.

Es scheint als hätte sich hier ein Likör für anspruchsvollere Zungen gefunden zu haben. Sozusagen der Göthe unter den Orangenlikören. Es wurden viele Geschmacksnuance entdeckt und damit auch wieder unterstrichen, dass Fasslagerung einer Spirituose meist ein wenig mehr Farbe verleiht, die diese Fassettenreicher reifer und Kraftvoller erscheinen lässt.

Gesammtnote:
3,4 aus 5


De Kuyper Triple Sec Liqueur
De Kuyper Triple Sec Liqueur

Laut http://drinkology.de




De Kuyper ist einer der führenden internationalen Likörproduzenten und blickt auf eine über 300 jährige Firmengeschichte zurück. Die Firma bietet eines der umfangreichsten Sortimente im Likörbereich und ist als fester Bestandteil hinter den Bars dieser Welt kaum wegzudenken.
De Kuyper verwendet bei der Herstellung ausnahmslos hochwertige Grundzutaten.
De Kuyper Triple Sec ist ein Orangenlikör, der sich bestens eignet um einer Vielzahl von Mixgetränken ein ansprechendes Aromabild zu verleihen.


Was sagt das Experten Team zum Aroma?
honig, karamell, scharf,süß, orangig, leicht, sprittig, dezent orangig, nichts besonderes.

Wie hat der Likör im Geschmackstest abgeschnitten?
cremig, süß, künstlich, scharf, orangig, karamell, sprittig

Allgemein sieht dieser Orangenlikör nach einem Durchschnitt für die breite Masse aus. Etwas was nicht wirklich aneckt aber auch nicht den Gast vom Hocker reißt. Die cremige Konsistenz könnte im Mixtest interessant werden. Wie sehr wird sich die bittere Note im Mixtest ausbreiten?
Wir dürfen gespannt sein...

Gesammtnote: 2,4 aus 5

Grand Marnier Cordon Rouge 0,7 L

Laut http://www.spirituosenworld.de
Das Originalrezept, nach welchem der Grand Marnier Likör hergestellt wird, wurde im Jahre 1880 vom Franzosen Alexandre Marnier-Lapostolle erfunden. Um diesen außergewöhnlichen Likör zu kreieren, experimentierte er mit Cognac und Extrakten karibischer Bitterorangen. Es entstand der Grand Marnier Cordon Rouge; einer der erfolgreichsten Edelliköre der Welt. Der für diesen Likör verwendete Cognac stammt aus dem Hause Château de Bourg, welches im Herzen der Charente liegt. Seine Aromafülle verdankt der Grand Marnier Cordon Rouge nicht zuletzt dem ausgewogenen Rezept, nach welchem Schalen von karibischen Bitterorangen zum Einsatz kommen und den Likör maßgeblich verfeinern.
Die charakteristische bauchige Flasche mit dem eingravierten Siegel und dem roten Band unterstreicht die hohe Qualität und lange Tradition, die im Hause Lapostolle gepflegt wird.

Herkunft: Frankreich
Hersteller: Societe des Produits Marnier - Lapostolle S.A
Farbe: Bernsteinfarben
Geschmack: Delikates Aroma, blumig, Noten von Orangen und frischen Früchten
Abgang: Langanhaltend


Was Sagt das Bar Lab Team zum Aroma der Cordon Rouge?

Grand Marnier Cordon Rouge, Likör
Agave, scharf, Tequila?, orangig, mild, muffig, karamellig, tequila und tequila

Die Runde war sich einig, dass ich einen Tequila in die Verkostung geschmuggelt habe....so kann man sich täuschen....

Wie sieht es geschmacklich aus?
scharf, tequila, süß, kurzer Abgang, sprittig, karamell, orangig, muffig, brrrrr....

Da die Teilnehmer eindeutig eine Agavennote identifiziert haben, polarisiert, der Grand Marnier ebenso wie der Tequila ansich selbst. Sehr überraschend, dass dieser sehr bekannte Likör so in eine Ecke gedrengt werden kann....
Die Agavennote könnte im Margarita Tasting sehr interessant werden....

Gesammtnote: 2,6 aus 5



Erwartet gewinnt der Grand Marnier Cuvee de Centenaire das Orangenlikör tasting knapp vor der großen Überaschung Angel D'or.

Ich bin sehr gespannt wie der Angel D'or sich im Mixtest schlägt.

Vorgreifend kann ich versprechen, es wird eine FAUSDICKE Überraschung geben....




Freitag, 22. Januar 2010

Vier Bartender auf der Grünen Woche

Als Thorsten Pannek mir per Sms schrieb, ich müsse mir unbedingt den 18.01.2010 frei halten, musste ich erschreckend feststellen, wie schnell ein Jahr doch vorbei sein kann. Doch tatsächlich - der Blick auf den Kalender brachte die Wahrheit ans Tageslicht: in Berlin ist mal wieder Grüne Woche.


Gesagt, versprochen, getan. Da es für Thorsten und mich mittlerweile ein persönlicher Kult geworden ist, sich an einem Tag quer durch die Welt zu futtern und zu trinken, besuchten wir also zusammen mit zwei Kollegen (Sven Riebel und Bernhard Stadler) vergangenen Montag die Grüne Woche.

12 Uhr - Ankunft in der Halle Deutschlands. Da die Herren Riebel und Stadler auf sich warten liessen, gaben Thorsten und ich mit einem lecker Schwarzen Abt aus der Klosterbrauerei Neuzelle den Startschuss für eine 6 stündige Reise durch kulinarische und spirituelle Genüsse. Das erste Bier war kaum geleert, da gesellten sich dann Sven und Bernhard endlich zu uns. Die beiden Herren tranken unter unseren ungläubigen Blicken zunächst mal eine frische Milch, liessen sich dann aber kurze Zeit später in Baden-Würtemberg zu einem Haller Mohrenköpfle aus Schwäbisch Hall überreden.

13 Uhr - am Stand der Brennerei Sellendorf, wo dieses Jahr Theo Ligthart mit seinem Das Korn zu Gast war, genehmigten wir uns einen kleinen Sellendorfer Trefferkorn. Na mal sehen, wen oder was wir noch so alles treffen...


Im Südosten des Landes Brandenburgs, genauer gesagt in der Niederlausitz liegt das Örtchen Guben - Geburtsstätte der Bäckerei Dreißig - wo wir uns anschliessend flugs ein Mettbrötchen genehmigten.

Vorbei an lustigen Ständen


















(die Fotos sprechen für sich...)














machten wir Halt in Niederbayern. Diesmal in Riedenburg, wo sich die Brauerei Riedenburg auf Öko-Bier spezialisiert hat. Nach etwas Warenkunde über unsere Ur-Korn-Sorten (Einkorn, Emmer, Dinckel) genehmigten wir uns alle ein lecker Dinckel-Bier.

14 Uhr - Ankunft am Stand von Bagrationi - feinster Sekt aus Georgien.
Also mal eben 2 Finest und 2 Brut Reserve bestellt. Wirklich ein sehr toller Sekt, wobei uns der Brut Reserve besser gefiel. Vollere Perlage und runder im Geschmack.


Ein paar Stände weiter - auch schon Tradition - gab's 4 kanadische Bier (Moosehead) und dazu natürlich 4 Feuerwasser (kanadischer Whiskey-Likör mit Ahornsirup).


Jetzt plagte uns verständlicherweise ein kleiner Hunger. An einem Stand aus Lettland sahen verschiedene warme Gerichte sehr appetitlich aus also liessen wir uns dort kurz nieder, aßen Würstchen mit Kartoffeln und Kraut und tranken dazu - wen wundert's - 4 Bierchen. Anschliessend musste ein Verdauer her.

Drei Stände weiter lud Becherovka dazu ein, bei 3 bestellten Schnäpsen durfte man sogar am Glücksrad drehen - Wahnsinn ;-) - wie gut, dass wir zu viert waren, somit ist Bernhard jetzt stolzer Besitzer einer Taschenlampe als Schlüsselanhänger.

Vor dem Stand von Guinness treffen wir Theo Ligthart und halten ein kurzes Pläuschchen. Bernhard und Thorsten genehmigen sich dazu ein feines Kilkenny.

Am Stand von Estland setzten Sven und ich mal aus. Sven musste immerhin abends noch arbeiten und bei waren bereits zwei Lampen an. Das hielt natürlich Thorsten und Bernhard nicht davon ab, 2 Bier zu trinken.


Das Deutschland die meisten Biersorten hat, wurde am nächsten Stand eindrucksvoll demonstriert - es gibt keinen Kronkorken, der doppelt vorkommt.


Während wir alle an einem kleinen Preisausschreiben teilnahmen, in dem es um Allgemeinwissen rund ums Bier ging, Herr Pannek und Herr Stadler konnten das besser mit einem Bier in der Hand. Sven und ich pausierten erneut.


Ein paar Stände weiter hatte auch ich endlich wieder Bierdurst. Also bestellte ich für uns 4 kleine Eibauer aus München.


Wie der aufmerksame Leser vielleicht bemerkt hat, habe ich schon länger kein Gefühl mehr für die Uhrzeit. Keine Ahnung, woran das lag. ;-) Die Messe neigte sich jedoch ihrem Ende.

In einem Stadium überschwenglicher Belustigung genehmigten sich Thorsten und Bernhard ein Fischbrötchen, dazu gab es - na, wer errät's - 4 Heineken. Puderzuckerreste auf einem kleinen Stehtisch verführten uns zu einem kleinen Scherz - die geschockten Gesichter der vorbei laufenden Besucher fanden wir um so amüsanter. (kleine Anmerkung: wir lehnen so etwas natürlich strikt ab - die Ähnlichkeit mit Gewohnheiten anderer Menschen auf diesem Foto ist rein zufällig...)


Auf unserem Weg zum Ausgang, kamen wir nicht umhin, einen Scheidebecher zu uns zu nehmen, also gab's nochmal einen Schwarzen Abt. One for the road sozusagen.

Mann kann sagen, was man will, ich finde die Grüne Woche immer wieder schön. Viele Länder geben sich jedes Jahr aufs Neue Mühe, ihre Waren und Produkte eindrucksvoll zu präsentieren, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Wer also noch Lust hat, die Grüne Woche zu besuchen, der hat bis zum 24.01. noch die Gelegenheit.

Tja und in unserem Fall gibt es eigentlich keinen schöneren Schlusssatz als den hier:


Donnerstag, 21. Januar 2010

Von Rosenwasser und Staatsempfängen. Der Lebensstern-Gin

Wir hatten hier letztes Jahr im Mai bereits den Lebenstern-Gin genauer vorgestellt. Deswegen möchte ich auf die Spirituose selbst hier nicht noch einmal eingehen. Außer das der Gin inzwischen einer seltenen Ehre zu teil geworden ist.

Denn der Lebensstern-Gin ist der offizielle Gin im Schloss Bellevue bei Staatsempfängen des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland!!!Im Oktober letzten Jahres wurde ich dann bei einem Cocktail im Le Lion von Cirsten Kesssler aus der Weinlounge Hamburg gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mit zwei weiteren Connaisseuren bei einem kleinen Gin-Tasting teilzunehmen. Das Tonic würde sie dann beisteuern. Gesagt getan. Bei den anderen Connaisseuren handelt es sich um Oliver Steffens, bekannt aus dem Trinklauneblog und Sebastian Mangels.

Jeder hat dann seinen kleinen Gin Exoten mitgebracht. Ich habe mich für den Lebensstern Gin entschieden, da ihn meine Mitstreiter bis zu diesem Tag noch nicht getrunken haben. Nachdem alle Gins erst Pur und später mit zwei Tonics durchprobiert wurden, stellte sich heraus, dass sich der Lebensstern-Gin nicht gerade als Gin-Tonic Variante eignet. Weder mit Fentimans noch mit Scheweppes. Daran änderte auch der zwischendurch servierte leckere Flammenkuchen nichts. Leider. Da wir jetzt aber alle gerade so schön dabei waren, wurde der ein oder andere Schluck aller Gins immer wieder mal Pur probiert. Sebastian war, wie wir alle, eigentlich begeistert vom Lebensstern-Gin. Umso mehr war er enttäuscht, dass der Lebensstern in einem Gin Tonic nicht funktionierte. Irgendwas musste man doch mit diesem Gin anstellen können. Gerade wegen der starken floralen Komponente und den feinen Zirtusnoten. Er hatte dann plötzlich eine Idee und verschwand. Nachdem er wieder da war, passierte es….

Aber lassen wir ihn selbst erzählen.

Vor einiger Zeit wurde ich zu einem Gin-Tasting in der Weinlounge in Hamburg eingeladen. Ich bin nicht gerade ein begeisterter Martinitrinker und bei der Aussicht auf puren Gin war ich eher skeptisch. Aber die Neugierde siegte und ich bin ihr dankbar dafür. Während des Tastings arbeiteten wir uns durch einige nicht ganz alltägliche Gin-Sorten (Leopold's, escape7, Oxley, Lebensstern)

und sie waren - zu meiner Überraschung - alle sehr angenehm zu trinken. Aber wirklich begeistert hat mich der Lebensstern Gin. Lebensstern wird exklusiv für die Berliner Bar "Lebensstern" destilliert. Dieser sehr milde Gin hält sich bei den Citrustönen sehr zurück und hat dafür einen ausgeprägten floralen Akzent (besonders auffällig sind Rosennoten). Dadurch lässt er sich tatsächlich sehr gut pur genießen.
Fasziniert von den Rosennoten konnte ich nicht widerstehen und fing an ein wenig mit dem Gin zu spielen. Ein Gimlet lag natürlich auf der Hand. Leider verschwanden die Rosennoten nachdem die Zeste hinzukam. Deshalb unterstützen wir den Gin mit ein wenig Rosenwasser und das funktionierte wirklich perfekt!

Für alle die jetzt neugierig geworden sind ist hier das Rezept:

6 cl Lebenstern Gin
1 cl Rose's Lime Cordial
Rosenwasser

Eis und Rosenwasser in einen Tumbler geben, durchrühren und das Rosenwasser abgiessen. Gin und Cordial in einem Rührglas mit Eis kalt rühren und in den vorbereiteten Tumbler mit den aromatisierten Eiswürfeln seihen. Am besten ohne Zeste probieren da die, wie gesagt, die Rosennoten überdeckt. Wer nicht ohne Zeste auskommt kann mit ein paar tropfen Rosenwasser nachhelfen.
Man könnte vermuten, dass 6:1 ein eher männliches Mischungsverhältnis ist. Aber der Gin ist wirklich sehr mild so dass der Cordial ansonsten den Drink schnell dominieren würde.

So sehr ich den Lebenstern Gin mag, muss ich doch einen Nachteil einräumen: Er eignet sich nicht wirklich gut zum Mixen. Ich habe verschiedene Gin-Klassiker damit ausprobiert (Negroni, Comte De Serau, ...) und in keinem konnte der Lebensstern wirklich überzeugen.

Trotzdem geht mein Dank an Olaf, der so freundlich war mir sofort eine Flasche Lebensstern zu organisieren. Toller Gin!

Ich habe übrigens auch Oliver eine Flasche mitgebracht, die ich ihm dann im Tausch gegen einen hervorragenden Bluecoat American Dry Gin überlies.

Aber das ist dann ein anderer Bericht…

Euer Olaf

Mittwoch, 20. Januar 2010

EVERYDAY GOOD

...das habe ich mir im wahrsten Sinne des Wortes auf die Brust geschrieben.
Und da ich momentan keine guten Vibrations in der Bloggerwelt spüre habe ich mich nach langen Überlegen dazu entschieden nicht weiter für das "Bartender Labor" zu schreiben.

Ich bin wie die Jungfrau zum Kind zum bloggen gekommen und hatte viele schöne Momente. Wenn ich das Gefühl hatte etwas nützliches und interessantes weitergeben zu können, war ich happy. Und wenn positives feedback kam war das ganze noch schöner.

Dann gibt es allerdings auch weniger schöne Momente. Wenn man sich z.B. ständig in einem Schlachtfeld von Blogs befindet, wo immer mehr negativ über dies und das geschrieben wird als zu informieren und Gutes hervorzuheben. Einer hat sich falsch benommen, ein anderer hat was falsches geschrieben usw. Das ist Boulevard-Manier. Ist doch egal was in der Drinks steht, die liest eh keiner. Und richtig rund gehts dann bei den Kommentaren, am besten von Herrn Anonym. Ich hatte mir stets vorgenommen informativ zu schreiben und mich niemals negativ über etwas zu äussern. Warum auch? Hat erstens bestimmt schon jemand anders erledigt und zweitens lese ich doch lieber nützliche Informationen über gute Sachen. Bist du allerdings von einem Produkt begeistert und teilst dieses mit, wird dir plötzlich "Käuflichkeit" vorgeworfen. Bullshit.

Was positive Vibrations und Zusammenhalt bewegen können erlebe ich aktuell in meiner Heimatstadt München. Vor nicht ganz einem Jahr haben wir den "Münchener Barzirkel" gegründet und gingen auf einen langen (und lustigen) Weg um nach unserer Bestimmung zu suchen. Im November war es dann soweit. 12 Mords-Bartender haben sich vorgenommen die Barszene in München zueinander zu bringen. Kommunikation, Information und Spass an unserem Beruf wollen wir bieten.

Seitdem bieten wir regelmässig Seminare und Tastings an. Eingeladen sind stets alle Münchener Bartender und die Teilnehmerzahl wächst. Und ja, wir sind sogar "käuflich"! Denn wer wenn nicht die Industrie soll denn das gute Zeug zur Verfügung stellen das wir regelmässig verkosten. Und wenn was gut ist darf man das bei uns sogar sagen und sich damit anfreunden.

Und deshalb werde ich von nun an auf dem "blog des münchener barzirkels" weiterschreiben.
Zwangfrei, spontan, regional, ehrlich und hoffentlich interessant. Ach ja, und Anonyme Kommentare sind gesperrt...

xxx

Ich wollte damit nicht meine Kollegen des Bartender Labors kritisieren. Im Gegenteil, ich danke euch sehr für die nette Zusammenarbeit im letzten Jahr und war erfreut über jeden den ich persönlich kennengelernt habe. Special thanks to Arnd Henning Heissen, ohne den es diesen Blog gar nicht gäbe!

Macht weiter so und bleibt wie ihr seid, ich bleibe ein interessierter Leser und Freund.



Dienstag, 19. Januar 2010

Introducing...Franziska Altenberger


Ja, es ist soweit. Die Barfrauenreihe neigt sich dem (zumindest vorläufigen) Ende zu. Und wer könnte einen besseren Abschluss bieten als die wohl bekannteste in dieser Reihe: Franzi Altenberger.

Zugegeben, ich wollte eigentlich mehr schreiben und vor allem Frauen portraitieren, die noch nicht jeder kennt. Aber das hat leider nicht so funktioniert, wie ich mir das gedacht habe. Eine e-mail mit Fragen, die zu beantworten vielleicht 30 Minuten in Anspruch genommen hätte, ging an rund 20 Bartenderinnen, sowie drei Mails zur Erinnerung an die Deadline und mit Bitte um Rückmeldung. Fünf davon haben mir ihre Antworten gemailt und eine hat sich vier Stunden Zeit genommen für ein Interview. Ihre Idee, nicht meine. Dreimal dürft ihr raten, wer die eine war... richtig, Franzi!
Und hier zeigt sich, was sie erfolgreicher und bekannter macht als andere in dem Geschäft: Harte Arbeit, Professionalität und extreme Zielstrebigkeit.

Na auf jeden Fall ist dieses Interview (oder sollte ich sagen der Kaffeeklatsch) daran schuld, daß der Beitrag heute etwas anders ausfällt als die anderen. Sie meldet sich nicht selbst zu Wort, sondern ich erzähle Ihre Geschichte. Und die beginnt im Jahr 1990 in Berlin...

In einer Zeit nämlich, in der nichts mehr so war wie bisher und in der man heute nicht wußte, ob es den Betrieb, in dem man arbeitet morgen noch gibt. Das war das Jahr, in dem die im damaligen Ost-Berlin aufgewachsene Franzi ihre Ausbildung als Restaurantfachfrau began. Die sogenannten "Konkursazubis" wurden von einem Betrieb zum anderen geschoben. Niemand wusste so recht etwas mit ihnen anzufangen und ihre Zukunft war recht ungewiss. "Damals habe ich gelernt, mich schnell anzupassen und mich durchzubeißen", so Franzi.

Und durchgebissen hat sie sich tatsächlich. Nach nur zweieinhalb Jahren beendete das nur 164cm kleine Energiebündel seine Ausbildung und gewann ganz nebenbei auch noch die Berliner Jugendmeisterschaften.
Von da aus ging es dann eigentlich auf mehr oder weniger geraden Weg direkt an die Bar und zwar keine geringe als Harry's New York Bar in Berlin, wo sie es recht bald schaffte sich einen Stammplatz am Tresen zu erkämpfen.
Wir dürfen nicht vergessen, wir reden hier von 1995, einer Zeit in der Frauen hinter der Bar ungefähr so häufig zu finden waren wie Chartshows auf MTV ohne Dj Bobo, Rednex und Scooter. Man kann schon sagen, daß sie so was wie eine Pionierin war, vor allem da sie es bis zur Stellvertretenden Barchefin brachte.

Als Franzi mir erzählte, daß es anfangs nicht ganz leicht war ihrer Familie und vor allem ihrerMutter klarzumachen, daß in einer Bar zu arbeiten nichts anrüchiges ist und sie keine "Bardame" ist, sondern Barkeeperin (so hieß das damals noch), mußte ich doch ein wenig schmunzeln. Kenne ich doch irgendwoher...

Weitere Stationen auf ihrem Weg waren dann unter anderem die Spielbank in Wiesbaden und der King Kamehameha Club in Frankfurt, bevor sie sich dann schließlich 2003 - zwei Jahre nach der Geburt ihrer Tochter- mit ihrem mobilen Cocktailservice selbstständig machte.

Ich sollte auch nicht vergesen zu erwähnen, daß Franzi wohl mehr Wettbewerbe gewonnen hat, als so ziemlich jeder andere Bartender den ich kenne.

Trotzdem ist sie auf dem Boden geblieben. Sie nimmt sich selbst nicht so ernst, hält sich nicht für eine Mixologin und versucht auch nicht das Rad der Barkultur täglich neu zu erfinden. Sie macht gute Drinks für ihre Gäste und mehr will sie auch garnicht.


Nachtrag: Zum Abschluss hat mir Franzi doch noch ein paar Zeilen geschickt, die ich jetzt hier als Schlusswort stehen lassen möchte...


"Jeder kann seines Erfolges eigener Schmied sein. Das klappt aber nur mit Fleiß, Diziplin und Freude am Job. Für alle, die das verinnerlichen dürfte der Erfolg vorprogrammiert sein. Nur mit Beständigkeit schafft man im Finanzkrisenjahr einen Umsatzrekord mit Tendenz nach oben. Das wünsche ich jedem, der seinen Beruf liebt und lebt. In diesem Sinne - immer positiv sein und sich selbst nicht wichtiger nehmen als man tatsächlich ist."

Freitag, 15. Januar 2010

Herr Rosenberg und das Roomers Teil 2 - Die Stellungname




Author: Arnd Henning Heissen

Nachdem Herr Rosenberg seinen seelischen Ballast in seinem Werbemagazin abladen durfte, ich meine seelischen Kanäle bezüglich dieses Themas veröffentlicht habe, wundert sich der interessierte Leser sicherlich was wohl der Hauptbetroffene selbst darüber denkt?
Branimir hat eine Stellungname an Herrn Rosenberg geschrieben in der er seine Sichtweise der Situation schildert....

Meine Damen und Herren ich eröffne den Vorhang für Branimirs Antwort auf Herrn Rosenberg's Giganten Mystery Check....


Sehr geehrter Herr Rosenberg,
ich nehme Bezug zu der aktuellen Ausgabe der „Fachzeitschrift“ Drinks Nr.1/2010, in der Sie über vier Seiten einen „Mistery Barcheck“ über die Roomers Bar in Frankfurt beschreiben. Verwundert über einige Stellen, sowie Kommentare, sehe ich mich gezwungen, diesen Brief offen darzustellen, um möglichst vielen Lesern meine Position zu Ihrem Artikel präsentieren zu können. Da Sie Ihren Artikel sehr auf meine Person
bezogen haben, erlaube ich mir, diesen offenen Brief als Privatperson zu schreiben. In Ihrem sehr ausführlichen Artikel wurde nicht beschrieben, dass der Bar Check während der ‘Inter-Whiskey-Messe‘ in Frankfurt ausgeführt haben. Die Messe fand in unmittelbarer Nähe der Roomers Bar statt. Dadurch durften wir an diesen beiden Tagen, zusätzlich zu den reichlichen Stammgästen, auch Fachkollegen aus anderen Städten, Vertreter der Industrie und der D.B.U. sowie viele ‘Neugierige‘ bei uns begrüßen. Folglich kam es zu einem ungewöhnlich hohen Andrang an Gästen; wir – als Barteam – sprachen später von ‘Disko-ähnlichen‘ Zuständen. Dies soll nicht als Entschuldigung missverstanden werden. Im Gegenteil gebe ich Ihnen – Herr Rosenberg – Recht. Eine `Top Bar´ – zwar kann ich mit dem Begriff nichts anfangen – muss in jeder Situation ordentlich und aufgeräumt wirken. Und wenn auf Grund des Andrangs der Kellner nicht mehr durchkommt, und der Barmann nicht mehr nachkommt, so erwartet man Standardgemäß nie mehr als zwei Zigaretten im Aschenbecher und kein Gast darf länger als zwei Minuten vor einem leeren Glas sitzen. Nichtsdestotrotz hätte ich bei einem ausführlichen Bericht erwartet, dass eine – wenn auch kurze – Situationsbeschreibung des Abends erfolgen würde. Sie haben die Bar in Ihrem Heft also seziert und einzeln Noten verteilt. Die Note „Ausreichend“ bei unserer Drinkqualität hat mich neugierig gemacht; bin ich doch für konstruktive Kritik, Anregung, Verbesserungsvorschläge und Tipps immer offen. Einer der großen Vorteile unseres tollen Berufes ist es ja, dass man niemals auslernt. Bei Ihrer Ausführung wurde ich jedoch stutzig. Einer Ihrer Kritikpunkte bezieht sich auf einen ‘Rye Whiskey Sour‘, bei welchem der Barkeeper Sie nicht gefragt hatte, ob Sie diesen mit Orangensaft möchten. Diese Kritik ist völlig berechtigt. Im Gegenteil, mein Kollege hätte Sie auch nach Grapefruit-, Maracuja- oder Bananensaft fragen müssen. Auch dies hat er versäumt. Entschuldigen Sie meine Ironie aber welchen Sinn macht es denn, den ‘Rye Sour‘ mit Orangensaft zuzubereiten? Warum dann Rye? Bestellt man den nicht, weil man es eher trocken mag? Genau so wie den Scotch Sour? Oder bestellt man diesen Drink, weil Rye Whiskeys momentan in Mode zu sein scheinen? Hier sind wir unterschiedlicher Meinung.

Als weiteres haben Sie in diesem Sour auch farbliche Tupfer vermisst und empfanden die Zitronenspalte als farblos. Selbstredend garnieren wir unsere Sours immer mit Kirschen. Fast täglich wandere ich über Märkte und kaufe große, deutsche Stielkirschen ein. Allerdings nur im Juni, Juli und August. In den anderen neun Monaten ist keine Kirschsaison; leider konnte ich bisher keine geeignete Alternative finden. Oder meinten Sie als farbliche Tupfer etwa, die im allgemeinen Sprachgebrauch benannten ‘Cocktailkirschen‘? Diese süßen, nach Chemie schmeckenden, glühroten Bällchen, die in einem undefinierbaren, klebrigen Sud schwimmen. Alleine der Gedanke, einem Gast von mir so etwas in den Drink hineinzugeben läuft mir wie ein Schauer den Rücken herunter. Diese ‘Kirschen‘ haben wir nicht und werden wir auch niemals haben. Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie als Kenner und Genießer diese gemeint haben könnten. Ich bleibe ein wenig Ratlos.....


Sind Cocktailkirschen wirklich das Ende der Cocktailkultur? Gerade in Fahrt geschrieben, wie wird Branimir weiter verfahren? Wie geht der Leserbrief weiter? Wird Herr Rosenberg antworten?

Fragen über Fragen.....Die Antwort erfahren sie selbstverständlich sehr zeitnah auf diesem Blog....

Bis bald,

Arnd

Montag, 11. Januar 2010

Teil Zwei Der Likör Tastings

Author: Arnd Henning Heißen
Verehrte Damen und Herren.....
Ich stelle heute vor....

Die Hauptdarsteller:

Mozart Chocolate Cream Liqueur Black - 17%


Chocolate Cream Liqueur Black - 17% - 500 ml




Laut Hersteller:




Hochwertige Schokolade mit besonders hohem Kakaoanteil und dem Aroma echter Bourbon-Vanille ist Grundlage der Mozart-Liqueure. Mit heißem Wasser vorgelöst und mit edlen Frucht- und Korndestillaten verschnitten, durchläuft sie einen komplexen Homogenisierungs- prozess hin zu dem einzigartig "schokoladigen" Geschmack der Mozart-Liqueure.

Was sagt unser Experten Team dazu?

AROMA
Die Kommentare reichten von...
Kaffee, Zartbitterschokolade, leichte bitternoten, angenehm schokoladig, trockener als die anderen bis letztendlich - endlich Schokolade....Der Mozart kristallisiert sich beim Aroma schnell zu absoluten Favoriten heraus.

Geschmack
Der Mozart Likör hielt beim Geschmackstasting was er vom Aroma versprach. Oft wurde Zartbitter erschmeckt. Für viele war das Mundgefühl weich der Likör ausgewogen, eine Person schrieb "saulecker" die andere - authentische dunkle Schokolade oder leichte Bitterschokolade

Gesammtnote: 3,75


der zweite Protagonist:


Giffard Crème de Cacao Brun



Crème de Cacao Brun Liqueur - 25% - 700 ml
Laut Hersteller:

Intensives Aroma von gerösteten Kakao Bohnen. Ein leichter Hauch von Schokolade und Vanille

Die Kakao Bohnen wurden in Alkohol eingelgt und dann destilliert.




Was sind die Meinungen der Experten?


Aroma
Man roch Vollmilchschokolade, allerdings wurde der Likör von vielen im Aroma als zu sprittig vernommen. Kakao und Schokolade mit Vanille wurden ebenfals erschnüffelt. Einzelnde Teilnehmer haben sogar einen Tick von Orange entdecken können. Ein Experte roch eher Kaffee als Schokolade. Es gab aber auch Stimmen, die dieses Aroma als einfach nur perfekt empfanden....
Ein Likör der polarisiert....


Geschmack

Cremig süß, wie schokoladensauce im Eiskaffee. Völlig anders als seine Nase präsentierte sich der Schokoladenlikör als sehr weich und auf einem Blatt als typischer "Mädchenlikör" Wo eine Hälfte sich mit dem sehr schokocreme ähnlichen Geschmack sehr gut anfreunden konnten ging es der anderen Hälfte eher in die andere Richtung, zu leicht und einfach erschien dieser den einzelnen Teilnehmern. Auch im Geschmack ein echtes Streitthema....

Allgemeine Note in der Purverkostung: 3,6 aus 5


In der Purverkostung hat damit der Mozart Black Likör mit 3,7 punkten dicht vor Giffard (3,6 Punkte) und De Kuyper (1,9Punkte) und Bols gewonnen.

Was man beim kauf seiner Spirituosen natürlich nie vergessen darf ist das Preis-Leistungsverhältnis.

Was kosten die einzelnen Flaschen?

Pro Liter Kosten die Produkte:

Mozart Black: € 25,90
Giffard Creme de Cacao: € 14,21
De Kuyper Cacao braun: € 13,21
Bols Creme de Cacao braun: €14,21

In der Masse macht ein preisunterschied von 11 Euro extrem viel aus. Kann der Geschmack im Gemixten Drink ebenso überzeugen wie in der Purverkostung? Ist dieser Unterschied den Preis wert?

Wir werden sehen....

Das nächste Objekt der Begierde ist der Orangenlikör, hier gab es die größte Überraschung bis jetzt. Aber dazu mehr die nächsten Tage.....

Mit den besten Grüßen,


Arnd



Sonntag, 10. Januar 2010

Herr Rosenberg und das Roomers - Teil 1

http://www.frankfurt-tourismus.de/cms/tourismussuite/system/galleries/tcf/haus/12069/img/haus/5/11131.jpg


Author: Arnd Henning Heißen

Still war es auf dem Bartender Labor Blog in den letzten Wochen....
Man mag es uns verzeihen, wir sind im Urlaub und nehmen uns die wohlverdiente Auszeit und auch damit verbunden eine kleine Pause vom bloggen so viel Spaß es auch macht, so ist es auch Arbeit, Zeit Hingabe und Passion. Je mehr der Geist runterfährt, desto mehr setzt dieser sich mit diversen Themen anders auseinander.

Auf Heimaturlaub war ich selbstverständlich in der vielbesprochenen Roomers Bar in Frankfurt und habe mir persönlich ein Bild davon gemacht. Arbeiten im Roomers wirklich nur Künstler? Werden Drinks übertrieben abgeschmeckt? Liebe Leser, ihr könnt Euch auf einen ausführlichen neutralen Bericht freuen. Eine Gegendarstellung und zurechtrückung eines Bildes, welches von Herrn Rosenberg in seinem Drinks Magazin schief gepinkelt wurde.
Es hat in diversen Töpfen in den letzten Monaten gebrodelt und viele haben den Deckel drauf gehalten. Herr Rosenberg war der erste Topf der übergeschwappt ist. Es hat ihn provoziert etwas zu sehen, womit er nichts anfangen kann. Ein neues Konzept fernab der Lokale in denen er sich aufhält. Ob der Gast solch ein Konzept gut finden muss bleibt ihm selbst überlassen. Einen Bartender, der seinen Beruf wahrlich mit Liebe und Leidenschafft ausübt, öffentlich zu diskriminieren und seinen Job schlecht zu reden ist für mich leider unter der Gürtellinie und schade, wenn man bedenkt, wie schlecht das Image der Drinks mittlerweile geworden ist.

Auf der anderen Seite sehen ich das so, dass sich Herr Rosenberg sicherlich durch diesen Bericht viele Freunde gemacht hat und sich klar positioniert hat. "Die jungen Wilden" waren bis Dato immer ein Dorn im Augen einer kleineren Delegation oder Subkultur an Bartendern. Diesen hungrigen Bartendern mit Feuern in den Augen; ein Glas Wasser von hinten an den Kopf zu schütten hat sicherlich den Homies von Herrn Rosenberg Freudentränen in die Augen getrieben. Ich beglückwünsche Sie herzlichst Herr Rosenberg. Sie sind der Robin Hood der Neuzeit.

Ich beglückwünsche den Roomers zu diesen Bericht, einen besseren Werbetext konnte eine Bar nicht bekommen. Ihr seid in aller Munde....

hier geht es direkt zur Homepage.....



What is Ty Ku?



Soju is one of the top three best selling white spirits in the world, right next to vodka and cachaça. Soju is traditionally made from rice, but it can be made with a number of other starches like potato, wheat, barley, sweet potato or tapioca. Soju is considered a white spirit and is often compared to vodka due to its versatility. Soju, like vodka, can be easily mixed with other spirits and non-alcoholic mixers.

Ty Ku is a premium Asian wine and spirits company that stands behind both the Eastern and Western mantra: Respect Tradition, Embrace Tomorrow. Ty Ku currently features four different products in its portfolio including Soju, Liqueur, Sake and White. Natural elements and cultural icons inspire each of the bottle’s design in the company's product portfolio.

Ty Ky Soju
Ty Ku Soju is produced from Asian barley and is multiple-distilled. Ty Ku’s Soju is considered all natural because it’s made without any added sweeteners, preservatives or additives. For each 1 ½ ounce serving of Ty Ky Soju, there’s only 69 calories. Ty Ku Soju is easily mixed with any number non-alcoholic mixers such as orange juice, cranberry juice, lemon juice, pomegranate juice, soda water or ginger beer. Ty Ku Soju’s blue bottle design represents the pristine waters of the Far East.

To show how versatile Ty Ku Soju can be in a mixed cocktail, try the Sojuicy.









Sojuicy
1 ½ oz Ty Ku Soju
2-3 dashes of orange bitters
½ oz fresh lemon juice
½ oz pomegranate juice
Ginger beer

In a mixing glass, add Ty Ku Soju, bitters, lemon juice and pomegranate juice. Add ice and shake. Strain into a chilled martini glass. Float ginger beer on top. Garnish with a lemon wheel.

Ty Ku Liqueur
Another product in the Ty Ku portfolio is the Ty Ku Liqueur. Ty Ku Liqueur is a blend of soju with Asian superfruits and teas such as yuzu, honeydew, mangosteen, ginseng, green tea and goji berry. Ty Ku Liqueur has a soft citrus, melon, tea and botanicals taste with a hint of ginger. For each 1 ½ ounce serving of Ty Ku Liqueur, there’s only 72 calories. Ty Ku Liqueur is easily mixed with a number of non-alcoholic mixers and with other spirits such as vodka, tequila or cognac. Ty Ku Liqueur’s light green bottle design represents the premium Asian gemstone, jade. Currently, it’s the world’s only illuminating spirit bottle of its kind.

To show how versatile Ty Ku Soju can be in a mixed cocktail, try the Roger-san.


Roger-san
5-6 mint leaves
Pinch of fresh, chopped ginger
1 ½ oz Ty Ku Liqueur
½ oz fresh lime juice
½ oz simple syrup
Ginger beer
Mint sprig for a garnish

In a mixing glass, muddle mint leaves and ginger. Add Ty Ku Liqueur, simple syrup and lime juice. Add ice and shake. Strain over crushed ice into a rocks glass. Fill the remainder of the glass with ginger beer. Garnish with a mint sprig.

The other two products in the Ty Ku portfolio are two different types of premium sake. Both sake products are brewed using labor-intensive steps, made in small batches and use only highly polished rice. The flavor profiles for both sakes are considered to be light, fruity, refined and complex.

Ty Ku Sake
Ty Ku Sake is a premium Junmai Ginjo sake that is hand crafted in the traditional Japanese method. Ty Ku Sake’s black bottle design represents the stealth ninja dressed in traditional black.

Ty Ku White

Ty Ku White is a premium and highly rare Junmai Daiginjo sake. Ty Ku White’s white bottle design represents the Japanese Geisha with her characteristic white porcelain skin and red lips.

Be sure to visit the Ty Ku website for more information on the company’s product line, drink recipes and product blog featuring special parties, events and pictures.


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Read Kathleen's personal bartender blog at Cielo Gold: San Francisco Bartender Blog

Samstag, 2. Januar 2010

Does it matter when ice is added to a drink?


When some bartenders build a drink, they start off adding ice first and then add the ingredients. Other bartenders will add the ingredients first and then add ice. When it comes to building a cocktail, the type of cocktail that is being made will determine when the ice should be added.

With drinks that need to be made over ice in a shaker or in a mixing glass (Martinis, Manhattans or Daiquiris), the ice should be added last for a couple of reasons. First, it’s always a good idea to measure out the ingredients and add them to the mixing glass, before adding ice. This allows the bartender to double check the amount of each ingredient added by sight. If ice is added to the mixing glass first, this makes it difficult for the bartender to “eyeball” the measurements of the ingredients that were added.

If a bartender is building a drink that requires liquor and a mixer (Moscow Mules or Cuba Libres), exact measurements of the ingredients aren’t as pertinent. With these types of drinks, bartenders will normally add ice to the glass first and then use the free-pour method to measure out how much liquor and mixer is added to the drink.

Water is the secret ingredient in every cocktail made. Did you know that one-quarter of each cocktail that is made over ice in a shaker or in a mixing glass consists of melted water from the ice? This is an important element in cocktail making because the melted water not only reduces the overall alcohol level, but it also makes the cocktail more pleasant to drink.

Sometimes customers might order a drink and ask to hold the ice, thinking that they will get a stronger drink. When a customer requests a drink without ice, their drink will have the same amount of alcohol in it as the drink with ice would get. Requesting to hold the ice will not only result in a lukewarm drink, but the drink will have more mixer added to it than alcohol. For these types of customers, its always a good idea to ask if they would prefer a “double” (double the alcohol, double the price) instead since they probably don’t realize that the alcohol added to the drink remains the same whether the drink has ice in it or not.

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